 Foto aus Volkszeitung vom 09.09.1940
Anschrift: Königsallee 18 Stadt: Bochum-Wiemelhausen (Ehrenfeld) Link:
Architekt: Fritz Graßhoff jr., Bochum Ausführung: J. Möhring Hoch-, Tief- und Eisenbetonbau, Bochum; Heinrich Knüwer Baugesellschaft mbH, Bochum Bauherr: Waldemar Fork, Bochum Besitzer:
Quelle: Zustand: nicht erhalten Denkmalschutz: nein
1929 Errichtung des Lichtspieltheaters Lichtburg, ein geplanter Kaffeehausanbau soll nachträglich errichtet werden. 21.04.1939 Erster Spatenstich zum Anbau der Lichtburg 1949 Abbruch der kriegsbeschädigten Gebäude für Verlegung der Hattinger Straße
Das erst 1940 fertiggestellte Anschlussgebäude repräsentiert einen wesentlich bodenständigeren Baustil als die bereits in den Bauzeichnungen der Lichtburg von den Architekten Schloenbach und Jacobi vorgesehene Erweiterung um einen Kaffeehausanbau. Statt des seinerzeit geplanten Flachdaches wurde beispielsweise ein Schrägdach vorgesehen.
Weitere Quelle: Bochumer Anzeiger vom 01.11.1938, 22.04.1939 und 09.09.1940 ("Das Ehrenfeld wird schöner - Das neue Zweigpostamt an der Lichtburg. Längst genügt der dem Zweigpostamt am Hauptbahnhof in dem Anbau zur Verfügung stehende Raum nicht mehr den steigenden Verkehrsansprüchen und manche Klagen über die Beengtheit wurden im letzten Jahrzehnt laut. Kein anderer Stadtteil Bochums hat eine so kräftige Entwicklung genommen wie der Stadtteil Ehrenfeld-Rechen. Das Zweigpostamt Bochum 2 besteht seit dem 1. August 1873, als das Ehrenfeld noch die kleine Tocke hieß und nur schwach besiedelt war. Es war bestimmt, den Postverkehr zwischen Post und Eisenbahn zu regeln und den Postbenutzern des Stadtteils um den damaligen Bergisch-Märkischen Bahnhof, dem Bahnhof Bochum-Süd und hierauf Hauptbahnhof benannt, eine bequeme Auslieferungsmöglichkeit zu schaffen. Später, als der Verkehr sich steigerte, erhielt ... amtes willkommen. Der stattliche Neubau erfüllt auch das Postamt 2 Unterkunft in dem Anbau, in dem es sich heute zum letzten Mal befindet. Es traf sich gut, dass in dem Neubau, den der Besitzer der Lichtburg diesem Theaterbau angegliedert hat, genügend Räume für das Postamt zur Verfügung standen. Vom 11. November an wird sich der Schalterbetrieb also in dem Hause Königsallee 4 abwickeln. Die Postschalter am Bahnhof sind für die Postbenutzer von diesem Tage an geschlossen. Am Bahnhof bleiben lediglich die Postdienstzimmer für den Postverkehr auf den Bahnsteigen sowie ein Briefkasten und ein Postwertzeichengeber. Statten wir einmal dem neuen Postamt einen Besuch ab. Das Erdgeschoss des der Lichtburg in der äußeren Gestalt trefflich angepassten stattlichen Neubaues ist in glatten Ziegeln ausgeführt, eine Überkragung aus grauem Sandstein trennt die in lichtem Edelputz gehaltenen oberen Stockwerke vom Erdgeschoss ab. Durch eine zweiflügelige Tür des Erdgeschosses betritt man die an zwei Wänden mit Schreibpulten für das Publikum ausgestattete Vorhalle. An der Rückfront sind die Telephonzellen untergebracht. Die Schalterhalle ist geräumig und hell. Fünf Schalter sind für die Abfertigung des Publikums da. Helles Tageslicht findet durch die Fenster in den Raum, bei Dunkelheit ersetzt durch elektrisches Licht, das aus stilvollen Leuchtkörpern scheint. Bei der Innenausstattung vereint sich geschmackvolle Ausführung mit der Güte des Stoffes. Selbstverständlich, dass alle für den Postbetrieb benötigten Gegenstände und Einrichtungen die Merkmale der neuesten Technik aufweisen. Der Anstrich und die Bekleidung der Wände ist hell und freundlich. An die für den Publikumsverkehr bestimmten Räume schließen sich die für den inneren Betrieb bestimmten Diensträume. Entwurf und oberste Bauleitung lagen in den Händen des Architekten Graßhoff. Sämtliche Arbeiten, auch die in den übrigen Stockwerken und dem Obergeschoss, die bereits bewohnt sind, zeugen von der Leistungsfähigkeit Bochumer Firmen und Handwerksmeister. Die Bewohner des Stadtteils begrüßen die Verlegung des Zweigpostamtes 2, gehen damit doch lang gehegte Wünsche in Erfüllung. Die Lage ist günstig. Hier am Westfalenplatz und am Stadttheater laufen mehrere große Straßenzüge in die Königsallee ein. Nicht nur den Bewohnern des Ehrenfelds, auch den Besuchern des Stadttheaters ist die Nähe eines Post- ... städtebauliche Anforderungen. Wenn dann auf dem gegenüberliegenden noch unbebauten Platz an der Meinolphusstraße der geplante große Bau der Deutschen Arbeitsfront, Gau Westfalen-Süd, errichtet ist, wird die Umgebung des Stadttheaters erheblich an Ansehen gewinnen und Bochum um ein schönes Viertel bereichert. Dass in dem neuen Gebäude neben der Post noch eine kleine originelle Bierstube nach altdeutscher Art eingerichtet wird, kann man nur loben.")
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